Kennen Sie Buttersäure noch aus dem Chemie-Unterricht? Wenn diese eingesetzt wurde, um zu zeigen, wie sehr bestimmte Mittel doch stinken können?

Vielleicht haben Sie diese dort auch schon als Stinkbombe eingesetzt, um Ihren Mitschülern einen Streich zu spielen. Der Gestank der Buttersäure ist auch im Kampf gegen die Wühlmaus effektiv. Denn diese hat einen feinen Geruchssinn und nimmt die Buttersäure als ähnlich abstoßend wahr, wie wir Menschen.

Mithilfe der Buttersäure können Sie die Wühlmaus aus den Gängen vertreiben und dazu bewegen, sich aus Ihrem Garten zu entfernen.

Wie genau können Sie die Buttersäure einsetzen und warum entwickelt diese solch einen unfassbar grässlichen Geruch?

Hier erfahren Sie die genaue Vorgehensweise und wie diese Säure Sie im Kampf gegen die Wühlmaus unterstützt.

Die Buttersäure erklärt

Der Begriff der Säure deutet meistens schon darauf hin, dass es sich um eine große Gefahr handeln muss und dass dieses Mittel sehr gefährlich ist. In der Schule wird diese dennoch eingesetzt, da es für einige Anwendungen nützlich ist.

Der Name leitet sich von dem starken Geruch in konzentrierter Form ab. Bei der Anwendung der Buttersäure entstehen Fäulnisgase, die sowohl für den Menschen, als auch der Wühlmaus unausstehlich sind. Dass die Säure nur nach ranziger Butter stinken würde ist wahrscheinlich noch untertrieben und Sie erinnert eher an eine Mischung aus verfaulter Butter, Eiern und anderen Lebensmitellen.

Die Buttersäure wird in der Wirtschaft vielfältig benötigt. Eine sehr verwundernde Anwendung ist beim Mischen von Parfüm. Hier kann die Buttersäure genutzt werden, weil diese sich schnell „verestert“. In Verbindung mit Ethylalkohol verschwindet der markante und charakteristische Geruch. Dies kann für die Herstellung des Parfüms nützlich sein und so wird Buttersäure selbst in den bekanntesten Parfüms verwendet.

Im Ausgangszustand ist die Buttersäure farb- und geruchlos. Sie können die Buttersäure also lagern und müssen keine Angst haben, dass diese ständig den Geruch absondert und deshalb Ihr gesamtes Haus nach der Buttersäure stinken wird.

Bei der Lagerung müssen Sie allerdings darauf achten, dass die Buttersäure nicht mit Wasser und Sauerstoff in Berührung kommt. Denn bei der Reaktion mit diesen Stoffen entwickelt die Buttersäure ihren markanten Geruch. Dieser wird oftmals auch als der Gestank nach Erbrochenem beschrieben.

Haben Sie eine Wühlmaus in Ihrem Garten und möchten diese unbedingt loswerden, dann ist die Buttersäure ein geeignetes Mittel. Die Buttersäure wird in den Gang gegeben und aufgrund der Feuchtigkeit des Bodens reagiert die Säure. Nun sondert sie den sehr übelriechenden Geruch ab und dieser verbreitet sich in den Gängen.

Zwiebeln im Garten
Mit der Buttersäure gegen die Wühlmaus können Sie Ihren Garten sehr effektiv schützen.

Auf diese Weise können Sie also die Wühlmaus mithilfe der Buttersäure effektiv vertreiben. Die Buttersäure ist dabei nicht tödlich, sondern stellt für die kleine Maus nur eine Belästigung dar, die diese nicht hinnehmen möchte.

Möchten Sie die Buttersäure einsetzen, dann können Sie diese ganz legal im Internet kaufen. Hier sehen Sie ein Produkt, dass Sie online kaufen und gegen die Wühlmaus einsetzen können.

Wie wirkt die Buttersäure gegen Wühlmäuse

Die Wühlmaus lebt die meiste Zeit unter der Erde. Dort bewegt sie sich in ihren Gängen und ist auf der Suche nach Wurzeln und anderen Pflanzenresten, die als Futterquelle dienen.

In Ihrem Garten wird die Wühlmaus schnell fündig und für diese gibt es wahrscheinlich kaum einen besseren Ort. Kann die Wühlmaus doch Ihr Gemüse und die Wurzeln der Bäume annagen und sich davon ernähren.

Für die Pflanzen nimmt dieser Angriff allerdings kein gutes Ende. Diese werden durch die Schädigungen an den Wurzeln so stark geschwächt, dass sie keine Nährstoffe mehr aufnehmen können. Selbst große und widerstandsfähige Bäume können langfristig dem Angriff der Wühlmaus nichts entgegensetzen. Daher sollten Sie so schnell wie möglich mit dem Vertreiben der Wühlmaus beginnen.

Einen Sinn, auf den sich die Wühlmaus bei der Suche nach Futter verlässt, ist der Geruchssinn. Unter der Erde kann die Wühlmaus nichts sehen und so muss sie vor allem Ihrer Nase vertrauen, wenn Sie das Gemüse aufspüren will.

Der gute Geruchssinn kann der Wühlmaus aber auch zum Verhängnis werden. Denn so gut sie zwar darin ist Wurzeln, Pflanzen und andere Futterquellen aufzufinden, so fein nimmt sie auch störende Gerüche wahr.

Die Gerüche sind für die Wühlmaus sehr viel intensiver und nimmt diese den stinkenden Geruch der Buttersäure wahr, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit den Garten verlassen.

Die Anwendung der Buttersäure

Bevor Sie loslegen und die Wühlmaus vertreiben möchten, sollten Sie ganz sichergehen, dass es sich um eine Wühlmaus handelt. Ein anderer Grund für die Hügel in Ihrem Garten kann auch der Maulwurf sein.

Der Maulwurf darf weder getötet, noch starkem Stress ausgesetzt werden. Das Vergrämen mithilfe der Buttersäure kann also schon eine Geldbuße nach sich ziehen, die ziemlich empfindlich ist.

Mit der Verwühlprobe oder dem genauen Betrachten der Hügel sollten Sie aber in der Lage sein zu bestätigen, dass es sich um eine Wühlmaus handelt.

Nachdem Sie ganz sicher sind, dass die Wühlmaus Ihren Garten heimgesucht hat, können Sie die Buttersäure guten Gewissens anwenden.

Beim Umgang mit der Buttersäure sollten Sie immer Handschuhe tragen. Sicherheit geht vor und Sie wollen sicherlich nicht den Geruch an Ihrer Haut mit sich führen.

Diese Gegenstände benötigen Sie, um die Buttersäure anzuwenden:

  • Tücher
  • eine Schaufel
  • Schutzbrille
  • Handschuhe
  • lange Kleidung

Kommt die Buttersäure mit der Haut in Berührung, kann dies zu Reizungen führen. Daher ist eine lange Kleidung angebracht und sollten Sie die Säure verschütten, kann der Hautkontakt vermieden werden.

Als Vorbereitung decken Sie jeden Ausgang der Wühlmaus ab. Damit wird verhindert, dass sich der Geruch nicht in den Gängen verteilt, sondern über die Ausgänge an die Umwelt abgegeben wird.

Einen Fluchtweg sollten Sie aber offen lassen. Dies ist am besten ein Hügel, welcher nahe der Grenze des Gartens liegt. So können Sie beeinflussen, in welche Richtung die Wühlmaus flieht und Sie können sicherstellen, dass die Wühlmaus auch wirklich den Garten verlässt und sich nicht in der Nähe niederlässt.

Nachdem Sie die Ausgänge abgedeckt haben, können Sie einzelne Gänge aufgraben, in denen die Buttersäure sich verteilen soll. Sie können hierbei in der Nähe des Hauses anfangen, damit die Buttersäure sich von dort ausbreitet und die Wühlmaus in Richtung des Gartenrandes getrieben wird.

Beim Aufgraben der Gänge müssen Sie aber vorsichtig vorgehen. Gehen Sie zu ungestüm vor, können die Gänge einstürzen. Dies würde nicht nur das Ausbreiten des Geruches verhindern, sondern die Wühlmaus könnte sich nicht frei bewegen. Daher gehen Sie so vor, dass Sie den Gang zwar oben öffnen, dieser aber in der Struktur nicht beschädigt wird. Ein Vorteil ist aber, dass die Gänge der Wühlmaus sehr nahe an der Oberfläche liegen und es nicht so schwer sein sollte, diese zu öffnen.

Nachdem der Gang geöffnet wurde, beträufeln Sie das Tuch mit etwas Buttersäure und legen dieses in den Gang. Danach wird der Gang mit etwas Erde verschlossen oder Sie legen eine flache Platte über den Gang. Wichtig ist hierbei wieder, dass der Gang nicht zerstört wird.

Die Tücher können Sie nun in mehreren Gängen platzieren, bis Sie den Eindruck haben, dass sich der Geruch gut verteilt und das gesamte Gangsystem einschließt.

Nachdem Sie die Tücher mit Buttersäure beträufelt und in die Gänge gelegt haben, wird sich der Geruch dort ausbreiten. Der Wühlmaus bleibt nun keine andere Möglichkeit mehr, als den einzigen Fluchtweg zu nehmen, der ihr noch zur Verfügung steht.

Wenn Sie die Wühlmaus vertreiben möchten, dann wird die Buttersäure als eine der effektivsten Methoden beschrieben. Viele Gärtner, die sich über ein Wühlmausproblem beschweren haben beschrieben, dass die Buttersäure ein sehr gutes Mittel gegen die Wühlmaus sei und geholfen hat, diese zu vertreiben.

Sind Sie tierlieb und möchten Sie die Wühlmaus zwar dazu bringen, Ihren Garten zu verlassen aber nicht töten. Dann können Sie beruhigt sein, denn die Buttersäure fügt der Wühlmaus keinen Schaden zu. Der Stress ist für die Wühlmaus ebenfalls aushaltbar und Sie wird zwar die Flucht antreten, aber keine bleibenden Schäden davontragen.

Bei Maulwürfen funktioniert die Buttersäure ebenfalls sehr gut, allerdings gibt es hier die rechtlichen Einschränkungen. Bevor Sie die Buttersäure gegen den Maulwurf einsetzen, sollten Sie sich vergewissern, dass dies in Ihrem Ort gestattet ist. Andernfalls drohen Geldstrafen im vierstelligen Bereich.

Ein Problem bei der Anwendung der Buttersäure könnte allerdings sein, dass die Wühlmaus sich nicht weit vom Garten entfernt niederlässt. Ist dies der Fall und die Wühlmaus gräbt sich in der Nähe des Gartens ein neues Gangsystem, sollten Sie die Buttersäure wieder so schnell wie möglich einsetzen, um der Wühlmaus direkt zu zeigen, dass sie auch dort nicht willkommen ist.

Sicherheitshinweise zum Umgang mit der Buttersäure

Obwohl es sich um eine Säure handelt, ist die Buttersäure noch relativ harmlos. Bei Hautkontakt können kleinere Reizungen auftreten, diese sind aber eher ungefährlich.

Dennoch sollte die Sicherheit einen Vorrang haben, wenn Sie mit der Buttersäure hantieren. Schließlich sind selbst Hautreizungen unangenehm und sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Die Buttersäure sollte nur gehandhabt werden, wenn Sie Handschuhe tragen. Sie brauchen dafür keine speziellen Handschuhe, wie Sie Chemiker anziehen, sondern normale Gartenarbeitshandschuhe sind ausreichend. Diese Handschuhe sollten aber genügend Beweglichkeit bieten, dass Sie die Buttersäure ohne Probleme handhaben können.

Eine Schutzbrille ist ebenfalls angeraten, um Augenreizungen zu vermeiden. Gelangt die Säure in die Augen kann dies zu schweren Schäden führen und auch der Gestank kann einen negative Reaktion hervorrufen.

Brille bei Buttersäure
Eine einfache Brille genügt, um Schutz gegen Spritzer beim Umgang mit der Buttersäure zu bieten.

Sollten Sie mehrere Flaschen Buttersäure gekauft haben, ist es keine gute Idee, diese vielleicht gemeinsam in ein größeres Behältnis umzufüllen. Belassen Sie die Buttersäure immer im Originalbehälter und probieren Sie nicht diese umzufüllen.

Der neue Behälter könnte nicht luftdicht sein und beim Kontakt mit der Luft entsteht der starke Geruch. Die Lagerung der Buttersäure sollte an einem gut belüftetem Ort stattfinden. Im Keller oder in einer Abstellkammer bestünde die Gefahr, dass die Buttersäure mit dem Sauerstoff reagiert und Sie das gar nicht feststellen würden. Der Geruch würde sich dann mit der Zeit in dem Raum ausbreiten und zu einer echten Gefahr werden. Ist der Raum hingegen gut belüftet, kann der Gestank abziehen und stellt keine Bedrohung dar.

Vorteile der Buttersäure

Die Buttersäure bietet den Vorteil, dass Sie eine eher langfristige Wirkung hat. Während andere Gerüche relativ schnell verziehen, verbleibt die Buttersäure sehr lange in den unterirdischen Gänge und entfaltet hierbei die volle Wirkung.

Als Alternative wird gerne als Vergrämungsmittel Karbid eingesetzt. Dieses ist jedoch nach wenigen Tagen vollständig aus den Gängen abgezogen und dies kann bedeuten, dass die Wühlmaus sich wieder zurück zu den Gängen begibt oder die paar Tage irgendwo ausgeharrt hat.

Die Gase die bei der Buttersäure freigesetzt werden sind zwar unangenehm und bestechen durch den Geruch, sie sind aber nicht giftig. Damit besteht für die Umwelt, sowie Tiere und Kleinkinder keine besondere Gefahr.

Dennoch gilt natürlich immer der Hinweis, dass die Buttersäure so gelagert werden muss, dass diese für Kinder und Haustiere unzugänglich ist.

Alternativen zum Vertreiben der Wühlmaus

Die Buttersäure ist eine sehr effektive Methode, um die Wühlmaus zu vertreiben, aber vielleicht möchten Sie diesen Gestank nicht in Ihrem Garten haben?

Dann können Sie andere Methoden ausprobieren, um die Wühlmaus zu vertreiben oder zu töten.

Das Wühlmausgas

Wenn Sie keine Buttersäure einsetzen möchten, können Sie zu einem Mittel greifen, welches relativ ähnlich wirkt. Karbid reagiert mit der Feuchtigkeit im Boden und setzt gewaltige Rauchschwaden frei.

Es gibt auch Wühlmausgas, das auf Lavandinöl basiert und eine natürliche Alternative zur Buttersäure darstellt.

Gemeinsam haben diese Mittel, dass Sie sehr geruchsintensiv sind und die Wühlmaus durch den Gestank den Schädling vertreiben sollen.

Wühlmausgift

Die Buttersäure ist ein nicht-tödliches Mittel, um die Wühlmaus aus dem Garten zu vertreiben. Wenn Sie aber ein größeres Problem mit den Wühlmäusen haben und nicht länger warten oder das Risiko eingehen können, dass diese wiederkommen, besteht die Möglichkeit das Wühlmausgift einzusetzen.

Das Wühlmausgift stellt eine tödliche Maßnahme dar, bei der die Wühlmaus durch einen Köder gelockt wird, das tödliche Mittel zu fressen.

Als Wirkstoff kommt hier Coumatetralyl oder Zinkphosphid zum Einsatz. Diese Mittel sind zum Bekämpfen sämtlicher Nagetiere geeignet. Sie können aber auch eine Bedrohung für andere Tiere darstellen und deshalb ist der Umgang mit dem Wühlmausgift nur empfehlenswert, wenn Sie ausschließen können, dass andere Tiere in Mitleidenschaft gezogen werden.

Sie können auch mehr zum verantwortungsbewussten Umgang mit Wühlmausgift lesen.

Ein Pflanzengitter verwenden

Wenn Sie das Glück haben, dass keine Wühlmaus in Ihrem Garten ist, dann können Sie diesen Zustand aufrechterhalten, indem Sie Ihren Garten mit einem Wühlmausgitter schützen.

Dieses wird an den Grenzen des Gartens unter die Erde verlegt und die Wühlmaus kann diesen nicht durchdringen. Das Wühlmausgitter ist dabei so widerstandsfähig und feinmaschig, dass die Wühlmaus in keinem Fall diesen überwinden kann. Da die Wühlmaus nicht sehr tief gräbt, muss das Gitter nicht sehr weit in die Erde verlegt werden.

Pflanzen Sie einen jungen Baum, können Sie diesen mit einem Drahtgestell schützen. Dieser zersetzt sich mit der Zeit und die Wurzeln haben genügend Platz, um sich auszubreiten.

Mit dem Gitter haben Sie weitere natürliche Alternativen zur Buttersäure.

Fazit

Die Buttersäure gegen Wühlmäuse ist eine sehr effektive Methode, um diese zu vertreiben und loszuwerden. Die Buttersäure können Sie legal erwerben und zum Einsatz müssen Sie kein ausgebildeter Chemiker sein.

Im Ausgangszustand ist die Buttersäure zudem geruchlos und erst mit dem Sauerstoff reagiert diese. Diesen Umstand können Sie nutzen, um die Buttersäure auf Tücher zu träufeln und in die Gänge zu legen.

Die feine Nase der Wühlmaus wird so stark belastet, dass diese keinen anderen Ausweg mehr findet, als Ihren Garten zu verlassen.

So stellt die Buttersäure eine sehr tierfreundliche Möglichkeit im Kampf gegen die Wühlmaus dar.