Das Wühlmausgitter ist ein wichtiges Hilfsmittel, um zu verhindern, dass die Wühlmäuse in Ihren Garten eindringen können oder dass diese die Wurzeln von Jungbäumen beschädigen. Haben Sie empfindliche Pflanzen in Ihrem Garten, die Sie unbedingt vor den Nagetieren schützen wollen, dann sollten Sie nicht erst warten, bis diese Ihren Garten heimgesucht haben.

Vorsicht ist besser als Nachsicht und die Wühlmausgitter sind die geeigneten Hilfsmittel, um den Garten vor den Schädlingen zu schützen. Zudem sind diese tierfreundlich und können komplett darauf verzichten Gift oder andere Mittel einzusetzen.

Wie das Wühlmausgitter funktioniert, welche Varianten es gibt und wie Sie es im Garten verwenden, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Diese Merkmale weist ein Wühlmausgitter auf

Bei der Auswahl des Wühlmausgitters müssen Sie einige Dinge beachten. Schließlich verwenden Sie dieses Gitter in Ihrem Garten und die Erde sollte durch den Einsatz nicht beeinträchtigt werden.

Beim Wühlmausgitter handelt es sich nicht um einen einfachen Maschendrahtzaun, den Sie auch über der Erde verwenden. Es handelt sich um einen speziellen Draht, den Sie einsetzen.

Verschiedene Materialien

Bei der Anwendung stehen Sie vor der Auswahl, welche Art von Draht Sie einsetzen möchten. Soll es ein verzinkter oder unverzinktes Wühlmausgitter sein und worin bestehen die Unterschiede?

Der verzinkte Draht ist sicher gegen die Verrottung. Er kann die Erde eingesetzt werden und bietet dort für etwa 10 Jahre einen guten Schutz gegen die Wühlmaus.

Aufgrund dieser Eigenschaft können die Wühlmäuse effektiv aus dem Garten ferngehalten werden. Der unverzinkte Draht wird entweder am Rande des Gartens eingelassen oder unter der Rasennarbe eingesetzt.

Entscheiden Sie sich, den Wühlmausdraht unter der Rasennarbe einzusetzen, können die Tiere zwar in Ihren Garten gelassen werden, dort aber die Pflanzen nicht erreichen.

Falls Sie ein Hochbeet besitzen können Sie dieses mit dem Wühlmausgitter ebenfalls gezielt schützen. So können Sie eine geringere Fläche effektiv vor dem Schaden bewahren.

Anstelle des verzinkten Drahtes kann auch ein Maschendraht aus Edelstahl verwendet werden. Dieser ist noch länger haltbar und kann den Garten auf gleiche Weise schützen.

Dass das Gitter so widerstandsfähig ist, liegt an der Zinkschicht, die auf dem Draht aufliegt. Durch diese Legierung tritt kein Rost auf und die natürliche Verrottung tritt nicht ein.

Edelstahl hat den Vorteil, dass der Rost praktisch nicht auftritt. Daher gilt diese Variante als das beste Material, wenn der Garten dauerhaft geschützt werden soll.

Das unverzinkte Wühlmausgitter

Nicht immer ist es praktisch, wenn das Wühlmausgitter verzinkt ist und dauerhaft im Garten verbleibt. Sollen Jungbäume geschützt werden, dann benötigen diese im Laufe der Zeit mehr Platz zum Wachsen.

Ein Wühlmauskorb kann um die Wurzeln gelegt werden, damit diese vor den Angriffen der Nagetiere geschützt sind. Bei verzinktem Draht bestünde aber das Problem, dass die Wurzeln sich nicht komplett entwickeln können.

Hier sehen Sie das Beispiel eines verzinkten Drahtes

Windhager Wühlmausgitter Volierendraht...
  • ideal für Hochbeete, um schützt das Hochbeet zuverlässig gegen Nager- und Maulwurfbefall
  • die enge Maschenweite von 6,3 mm verhindert das eindringen der kleinsten Nager
  • sehr robust und widerstandsfähig aufgrund der Punktverschweißung
  • einfach auf gewünschtes Format zuschneidbar
  • Drahtstärke 0,55mm

Nach einer Weile würden die Wurzeln an ihre Grenzen stoßen und der Baum kann nicht mehr die benötigten Nährstoffe aufnehmen. Daher ist der verzinkte Draht für Bäume, die sich im Wachstum befinden keine gute Lösung.

Als Alternative muss ein unverzinkter Draht genommen werden. Bei diesem wird keine Zinkschicht aufgetragen. Der Vorteil liegt auf der Hand. Der Draht wird einem natürlichem Verrottungsprozess ausgesetzt und für die Wurzeln ist es ein Leichtes, den Draht nach einer Weile zu durchbrechen.

Diese Art des Drahtes bietet in der Regel einen Schutz von bis zu drei Jahren. Allerdings ist dies noch kein kompletter Schutz für die Obstbäume. Damit diese vor den Angriffen der Wühlmaus besser geschützt ist, benötigt diese etwa fünf bis zehn Jahre.

Erst nach diesem Zeitraum sind die Wurzeln widerstandsfähig genug. Wie schnell das Wühlmausgitter verrottet, hängt aber auch mit der Zusammensetzung des Erdbodens zusammen.

Wühlmausgitter Obstbäume
Wühlmausgitter eignen sich hervorragend, um Obstbäume zu schützen.

Finden Sie in Ihrem Garten vorzugsweise einen sandigen Boden vor, dann hält dieser unverzinkte Draht für eine längere Zeit. Ist der Boden sehr lehmhaltig, dann werden die Wühlmausgitter schon deutlich schneller zersetzt.

Die Empfehlung ist daher, dass für sandigen Boden der unverzinkte Draht die bessere Variante ist, um die jungen Bäume effektiv zu schützen. Ist der Boden hingegen sehr lehmhaltig, sollte ein verzinkter Draht verwendet werden.

Stärke des Drahtes

Wie schnell das Wühlmausgitter verrottet hängt auch von der Dicke des Drahtes ab. In den meisten Fällen wird eine Dicke von 0,7 Millimeter empfohlen.

Möchten Sie hingegen Pflanzen schützen, die nur eine Saison eingepflanzt werden und danach eine andere Planung für Ihren Garten vorsehen, können Sie zu einem dünnerem Draht greifen. Für dieses Vorhaben ist ein Draht mit der Stärke von 0,6 bis 0,55 Millimeter besser geeignet.

Sie können mithilfe der Stärke des Drahtes also selber entscheiden, wie schnell das Wühlmausgitter verrotten soll.

Die Maschenweite

Ein weiteres Merkmal des Wühlmausgitters ist die Maschenweite. Die Maschen können entweder im Sechseck oder im Rechteck angeordnet sein.

Die Wühlmaus ist ein eher kleines und wendiges Tier. Entsprechend muss auch die Maschenweite gewählt werden. Um zu verhindern, dass die Wühlmaus in den Garten eindringt, sollte eine Maschenweite von maximal 13 Millimetern gewählt werden.

Dies stellt aber lediglich eine Mindestanforderung an. Junge Wühlmäuse sind kleiner und könnten sich daher durch diese Maschenweite zwängen. Sicherer ist es deshalb, wenn Sie eine Maschenweite von 10 Millimetern wählen.

Möchten Sie Ihren Garten komplett abschotten und so gut es geht keinerlei Eindringlinge zulassen, können Sie auch ein Wühlmausgitter mit einer Maschenweite von 6 Millimetern wählen.

Allerdings macht sich die Maschenweite sehr deutlich im Preis bemerkbar. Je enger die Maschen sind, desto Material wird benötigt und desto teurer sind die Wühlmausgitter.

Die Maschen überlappen sich ohnehin, sodass die Weite dadurch etwas kleiner wird. Dies sollten Sie bedenken, wenn Sie einen Korb um Ihre Bäume setzen.

Wie das Wühlmausgitter eingesetzt wird

Die Anwendungsbereiche für das Wühlmausgitter sind in Ihrem Garten sehr vielfältig. Sie können es sowohl einsetzen, um Ihre Pflanzen zu schützen, als auch um das Hochbeet zu sichern.

Beim Verlegen des Drahtes sollten Sie in jedem Fall Handschuhe tragen. Andernfalls besteht eine hohe Verletzungsgefahr, da die Enden relativ spitz sind.

Blumenzwiebeln sichern

Wühlmäuse haben es auf eine breite Vielfalt an Ihren Pflanzen abgesehen. Ganz besonders in Gefahr schweben Ihre Blumenzwiebeln. Diese können Sie schützen, indem Sie einen Pflanzenkorb einsetzen.

Als Drahtvariante können Sie den verzinkten Draht nutzen. Da die Zwiebeln kaum Wurzeln ausbilden und diese zudem noch sehr dünn sind, brauchen Sie keine Angst davor haben, dass das Gitter zu einer Verzögerung des Wachstums führen kann.

Diesen Korb können Sie selber aus dem vorhandenem Draht zurechtschneiden. Einen runden Korb zu basteln ist dabei unnötig schwierig. Sie können es sich leichter machen, wenn Sie ein Kreuz ausschneiden, welches Sie zu einem Würfel formen.

Die Enden sollten beim Herausschneiden ruhig großzügig bearbeitet werden. Je mehr Überstand Sie haben, desto einfacher können Sie die Enden ineinander verbiegen, sodass der Korb über einen sehr festen Halt verfügt.

Auf diese Weise können Sie die Blumenzwiebeln effektiv schützen und die Wühlmaus kann sich nicht an ihnen vergehen.

Wenn Sie den Draht nicht selber zurechtschneiden möchten, können Sie auch einen Korb aus Kunststoff verwenden. Diesen müssen Sie aber entfernen, wenn Sie die Zwiebel aus der Erde holen.

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Obstbäume schützen

Welche Drahtvariante Sie bei Obstbäumen einsetzen sollten, wurde bereits erläutert. Hier kommt es darauf an, wie Ihr Boden zusammengesetzt ist.

Bei sehr sandigem Boden greifen Sie lieber zu einem unverzinktem Draht. Ist der Boden hingegen sehr lehmhaltig, ist der verzinkte Draht besser geeignet.

Wenn Sie einen verzinkten Draht verwenden, sollten Sie ganz besonders darauf achten, wie groß der Draht ist. Sie müssen immerhin damit rechnen, dass dieser Draht für etwa 8 Jahre im Boden verbleibt und dem Wachstum des Baumes standhalten soll.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, ist es anzuraten verschiedene Wühlmauskörbe auszuprobieren.

Windhager Wühlmausgitter Volierendraht...
  • ideal für Hochbeete, um schützt das Hochbeet zuverlässig gegen Nager- und Maulwurfbefall
  • die enge Maschenweite von 6,3 mm verhindert das eindringen der kleinsten Nager
  • sehr robust und widerstandsfähig aufgrund der Punktverschweißung
  • einfach auf gewünschtes Format zuschneidbar
  • Drahtstärke 0,55mm

Indem Sie eine Untersuchung der Erde vornehmen, können Sie ebenfalls besser entscheiden, welche Variante für Sie am besten geeignet ist.

Je größer der Korb ist, desto besser ist dieser für den Baum geeignet und Sie müssen sich keine Sorgen darüber machen, dass der Korb eine Einschränkung darstellen könnte.

Allerdings sollten Sie darauf achten, dass keine Lücken entstehen. Wenn Sie den großen Korb selber herstellen, sollten Sie sehr sorgfältig vorgehen. Die Wühlmaus ist sehr umsichtig und zeigt Ihnen ohne Probleme die Lücken in Ihren Drahtstücken auf.

Des Weiteren müssen Sie darauf achten, ob Sie den Baum mit einem Pfahl stützen werden. Benötigt der junge Baum eine Stütze, darf diese den Korb nicht beschädigen. Dies sollten Sie schon frühzeitig in Ihrer Planung berücksichtigen.

Das Hochbeet schützen

In den Gärten wird der Einsatz von Hochbeeten immer beliebter. Bieten diese doch eine angenehme Arbeitshöhe und Sie haben eine bessere Kontrolle über die Erde und Bewässerung.

Besteht allerdings eine Verbindung zum Boden, kann die Wühlmaus sich über diese Verbindung zu Ihren Pflanzen vorgraben.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass es sehr einfach ist, dass Hochbeet mit dem Wühlmausgitter zu schützen. Dazu währen Sie einen verzinkten Draht. Die Wurzeln der Pflanzen befinden sich im Hochbeet und indem Sie den Draht auf dem Boden des Hochbeetes auslegen, besteht eine Einschränkung für die Wurzeln nicht.

Auch bei diesem Anwendungsfall ist eine Maschenweite von maximal 13 Millimetern notwendig.

Beim Verlegen können Sie die Drähte ruhig großzügig überlappen. Dadurch entstehen keine Lücken und der Wühlmaus wird keinerlei Freiraum geboten.

Den Rasen schützen

Wühlmausgitter - Hügel
Wenn Sie die Wühlmaussperre verlegen müssen Sie keine Angst vor Hügeln mehr haben – Wirkt auch gegen den Maulwurf.

Bemerken Sie die Wühlmaushügel vor allem auf Ihrem Rasen, dann können Sie das Wühlmausgitter ebenfalls dort einsetzen. Hier können Sie entweder den Draht horizontal unter dem Rasen verlegen oder vertikal am Rand des Gartens oder der Rasenfläche.

In diesem Fall können Sie sich entweder für eine Gittervariante aus Kunststoff oder verzinktem Maschendraht entscheiden. Auch Edelstahl ist für diese Anwendung sehr gut geeignet.

Solche Wühlmaussperren haben eine sehr hohe Lebensdauer. Sie können bis zu 30 Jahre im Rasen verbleiben und einen Schutz sowohl gegen die Wühlmaus, als auch den Maulwurf bieten.

Entscheiden Sie sich das Wühlmausgitter vertikal zu verlegen, erschweren Sie den Zugang für die Wühlmaus. Diese befindet sich in der Regel in einer bestimmten Tiefe. Im Gegensatz zum Maulwurf ist die Wühlmaus eher an der Grasnarbe vorzufinden und legt die Gänge nah an der Oberfläche an.

Stößt die Wühlmaus auf ein Hindernis wie dem Wühlmausgitter, sucht diese lieber einen alternativen Weg und lässt sich eher nicht in Ihrem Garten blicken. Der Zaun sollte allerdings auch etwas oberirdisch verlegt werden. Die Wühlmaus ist sowohl über- als auch unterirdisch unterwegs und dies sollten Sie beim Verlegen des vertikalen Wühlmausgitters beachten.

Die Planung wird allerdings dadurch erschwert, dass Sie oberirdisch Eingänge haben müssen, die eine Lücke im Schutz darstellen.

Wühlmaussperren aus Kunststoff sind etwas günstiger. Dafür bieten diesen einen ebenso guten Schutz, wie die Varianten aus Metall.

Weshalb Sie zum Wühlmausgitter greifen sollten

Die meisten Methoden greifen erst, wenn die Wühlmaus sich bereits in Ihrem Garten befindet. Mit etwas Pech hat sich die Wühlmaus bereits an Ihren Lieblingspflanzen vergangen oder Bäume wurden in der Art beschädigt, dass diese sich kaum noch erholen können.

Gerade für Jungbäume stellt die Wühlmaus eine große Gefahr dar. Haben Sie einen Obstbaum mehrere Jahre gepflegt, kann die Wühlmaus innerhalb weniger Tage Ihre ganze Arbeit zunichtemachen.

Wenn Sie zu Wühlmausgift greifen oder die Wühlmaus mit einer anderen Methode aus Ihrem Garten vertreiben, kann es unter Umständen schon zu spät sein.

Betreiben Sie einen vorsorglichen Schutz, indem Sie das Wühlmausgitter verlegen, müssen Sie keine Angst mehr haben, dass die Bäume beschädigt werden.

Die verschiedenen Drahtvarianten geben Ihnen einen volle Kontrolle darüber, wie Sie Ihren Garten und die Pflanzen schützen wollen.

Anstatt, dass Sie erst im Nachhinein zu Bekämpfungsmethoden bei der Wühlmaus im Garten greifen, können Sie nach dem Verlegen des Wühlmausdrahtes beruhigt schlafen.

Wie so oft gilt der Grundsatz, dass Vorsorge besser als Nachsorge ist. Wenn Ihr Garten Ihnen also am Herzen liegt und Sie Ihre Pflanzen schützen möchten, ist das Wühlmausgitter die einzige effektive Möglichkeit.